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Das sollten sie bei PV-Inselanlagen mit Speicher beachten

EcoFlow

Ein Solarsystem, das unabhängig vom öffentlichen Stromnetz läuft, wird als eine Inselanlage bezeichnet. Man nennt diese eigenständige Stromversorgung auch „Off-Grid“ Anlage. Solar-Inselanlagen eignen sich für viele Orte, zum Beispiel für Camper, Gartenhäuser, Berghütten oder abgelegene Gebäude.
Während echte Inselanlagen vollständig ohne Netzanschluss arbeiten, können Hybrid-Systeme das öffentliche Stromnetz zusätzlich als Backup nutzen, wenn sie entsprechend ausgelegt sind. Inselanlagen lassen sich beispielsweise mit einer EcoFlow Solarbatterie kombinieren, um gespeicherte Solarenergie auch bei geringer Sonneneinstrahlung oder schlechtem Wetter zu nutzen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten einer Inselanlage mit Speicher auf.

Wichtige Erkenntnisse

  • Off-Grid bedeutet keine Verbindung zum öffentlichen Netz: Eine echte PV-Inselanlage arbeitet völlig unabhängig vom Stromnetz. Damit eine zuverlässige Stromversorgung möglich ist, müssen PV-Leistung und Speicherkapazität präzise aufeinander abgestimmt werden.

  • Der Stromspeicher entscheidet über die Zuverlässigkeit: Da Off-Grid-Systeme in sonnenarmen Zeiten nicht auf das öffentliche Netz als Backup zurückgreifen können, sind die richtige Batteriekapazität und Anlagendimensionierung entscheidend für einen stabilen Betrieb.

  • Unterschiedliche Speichertechnologien für verschiedene Anforderungen: LFP Batteriespeicher sind der Standard für Inselanlagen im privaten Bereich, während Technologien wie Redox-Flow-Batterien oder Wasserstoffspeicher vorrangig für Großprojekte oder die langfristige Energiespeicherung infrage kommen.

Die Arten von PV-Inselanlagen

Eine Photovoltaik-Inselanlage erzeugt Solarstrom für den eigenen Verbrauch und arbeitet vollständig autark.

Inselanlagen für Photovoltaik gewinnen an Bedeutung, weil sie unabhängige Energiequellen schaffen. Das bietet mehrere Vorteile. Bei sogenannten Hybrid-Systemen kann das öffentliche Stromnetz zusätzlich als Backup dienen.

Besonders häufig kommen sie dort zum Einsatz, wo kein Netzanschluss verfügbar ist. Eine solche Anlage sorgt für eine autarke Stromversorgung.

Der Unterschied der verschiedenen Solaranlagen

Der Hauptunterschied zu normalen PV-Anlagen ist, dass eine Inselanlage nicht mit dem Stromnetz verbunden ist. Wer sich für eine Solar-Insellösung entscheidet, ist allerdings vollständig von der Sonneneinstrahlung und der selbst erzeugten Solarenergie abhängig. Man kann auch keinen Strom verkaufen, den man zu viel produziert hat. Eine Inselanlage arbeitet selbstständig und benötigt daher auch eine Solarbatterielösung.

Balkonkraftwerke und Inselanlagen unterscheiden sich hauptsächlich durch die Stromnutzung. Ein Balkonkraftwerk leitet überschüssigen Strom in das öffentliche Netz, wohingegen eine Inselanlage Strom speichert und nur selbst verbraucht. Ein Balkonkraftwerk baut man sehr kompakt, weshalb es weniger Leistung hat. Es überzeugt durch seine leichte Installation und die Möglichkeit, Strom einzuspeisen.

MerkmalStandard-PV-Anlage (On-Grid)PV-Inselanlage (Off-Grid)Balkonkraftwerk
NetzanbindungAn das öffentliche Netz angeschlossenKeine Verbindung zum öffentlichen NetzAnschluss über die Haushaltssteckdose
EnergienutzungEigenverbrauch & optionale NetzspeisungEigenverbrauch ohne NetzeinspeisungHauptsächlich direkter Eigenverbrauch
StromspeicherOptionalIn der Regel erforderlichOptional
AnlagengrößeMittlere bis große DachanlagenJe nach individuellem EnergiebedarfKompaktsystem / Kleinanlage
Typisches EinsatzgebietEin- und Mehrfamilienhäuser, GewerbeAbgelegene Orte ohne NetzzugangWohnungen und kleine Haushalte
EcoFlow Image

Vor- und Nachteile von netzgekoppelten und netzfernen Systemen

Während bei einer On-Grid Wechselanlage die Solaranlage eine direkte Verbindung an das öffentliche Stromnetz hat, ist dies bei einer Off-Grid Inselanlage nicht der Fall. Hier bleiben die beiden Netze immer voneinander getrennt. Beide Fälle haben jedoch Vor- und Nachteile.

Die On-Grid Anlage

Entscheiden Sie sich für eine Solaranlage mit Netzanschluss, müssen Sie bestimmte technische Vorgaben einhalten. Eine fachgerechte Installation durch eine qualifizierte Fachkraft stellt sicher, dass die Anlage korrekt ins Stromnetz integriert wird. Zudem müssen Sie diese Art Solaranlage beim Netzbetreiber anmelden. Je nach Art und Umfang der Anlage können außerdem staatliche Förderprogramme oder finanzielle Unterstützungen verfügbar sein.

Die Off-Grid Anlage

Eine PV-Inselanlage ist nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden. Eine ungewollte Netzeinspeisung ist daher ausgeschlossen, da eine echte Inselanlage keine elektrische Verbindung zum öffentlichen Stromnetz aufweist. Sie bleiben daher autark.
Doch diese Anlagen werden nicht so stark gefördert, wie die On-Grid Anlagen. Zudem haben Sie das Problem, wenn die Sonne zu wenig Energie gibt, dass Ihnen allenfalls der Strom ausgehen kann. Zwar ist eine Solaranlage mit Speicher entsprechend ausgestattet, doch auch hier kann irgendwann die Energie ausgehen. Eine PV-Inselanlage kann zudem die Abhängigkeit von steigenden Strompreisen reduzieren.

Warum sich eine PV-Inselanlage mit Speicher lohnt

Eine Inselanlage ermöglicht eine größere Energieunabhängigkeit, indem sie die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz reduziert und mithilfe eines Batteriespeichers Zeiten mit geringer Solarstromerzeugung überbrückt.

Tagsüber Solarstrom für den abendlichen Bedarf speichern

In Deutschland erreicht die Solarstromerzeugung ihren Höchststand um die Mittagszeit, während der höchste Energiebedarf im Haushalt morgens und abends liegt. Mit einem integrierten Speicher lässt sich überschüssiger Solarstrom speichern. So können Sie energieintensive Geräte wie Waschmaschinen oder Induktionskochfelder in den Abendstunden betreiben, ohne teuren Strom vom Energieversorger beziehen zu müssen.

Zuverlässige Stromversorgung bei Netzausfällen oder an abgelegenen Orten

Egal ob für ein abgelegenes Gebäude, eine Werkstatt oder als Notstromabsicherung gegen lokale Blackouts: Ein Batteriespeicher überbrückt Phasen geringer Solarstromerzeugung. Bei passender Dimensionierung deckt der Speicher in einer Inselanlage den Grundbedarf für essenzielle Verbraucher wie Kühlschränke, Wasserpumpen, Router und Heizungssteuerungen auch an bewölkten Tagen oder bei vorübergehenden Stromausfällen ab.

Batteriespeicher: Welche Typen gibt es und was sind die Unterschiede?

Für die PV-Inselanlage gibt es verschiedene Arten an Stromspeicher. Der Vorteil: Sie speichern überschüssige Tagesenergie, um Ertragsschwankungen auszugleichen und die Stromversorgung auch abends oder bei zeitweise schlechtem Wetter zu überbrücken. Je nach Anlagengröße und individueller Nutzung kommen unterschiedliche Speichertypen infrage:

  • Lithium-Ionen-Akkus: In Deutschland die beliebteste Wahl, wenn es um eine Inselanlage mit Speicher geht. Sie haben eine hohe Energiedichte, sind langlebig und haben einen geringen Wartungsaufwand.

  • Blei-Gel-Akkus: Haben häufig eine kürzere Lebensdauer als Lithium-Ionen-Systeme und müssen je nach Nutzung früher ersetzt werden.

  • Blei-Säure-Akkus: Sind häufig preiswert und bringen eine ausgereifte Technik mit sich, müssen jedoch schon nach fünf bis sieben Jahren ausgetauscht werden

  • Redox-Flow-Batterien: Diese eignen sich hervorragend für große Photovoltaik-Anlagen, da sie eine große Menge speichern können. Sie kommen daher in Industrie und Gewerbe zum Einsatz.

  • Wasserstoff als Speicher: Inselanlagen mit Wasserstoff als Speicher haben den Vorteil, dass Sie den überschüssigen Strom auch im Winter nutzen können, da diese Art Speicher der mittel- und langfristigen Speicherung von Strom dient. Bei der Umwandlung von Strom zu Wasserstoff und zurück verliert man allerdings Energie. Daher liegt der elektrische Gesamtwirkungsgrad je nach System häufig bei etwa 40 Prozent. Es ist zudem aufwendig und teuer, ein solches System in die Photovoltaikanlage zu integrieren.


Bei der Auswahl einer Inselanlage mit Speicher sollten Sie sich sicher sein, was Sie mit Ihrer Anlage bewirken wollen. Dazu sollten Sie die Speicherkapazität, die Lebensdauer, Effizienz und auch en Installationsort in Ihre Überlegungen mit einbeziehen.

 EcoFlow PowerInsight 2 – Energiemonitor für Zuhause

So wählen und verwalten Sie den Stromspeicher für Ihre Solaranlage

Die richtige Dimensionierung und Pflege Ihres Batteriespeichers erfordert das richtige Gleichgewicht zwischen Ihrem aktuellen Tagesverbrauch und zukünftigen Energiezielen.

Batteriekapazität nach dem eigenen Strombedarf auslegen

Ermitteln Sie zu Beginn Ihren täglichen Verbrauch in Kilowattstunden (kWh). Addieren Sie dazu die Wattzahl aller wichtigen Geräte – wie Beleuchtung, Minikühlschrank, Laptops oder Heizungspumpe – und multiplizieren Sie diese mit der jeweiligen Betriebsdauer. Planen Sie eine Sicherheitsreserve von 20 % ein, um Umwandlungsverluste des Systems auszugleichen.

Ein Speichersystem wählen, das sich an veränderte Bedürfnisse anpasst

Da sich der Stromverbrauch im Haushalt im Laufe der Zeit ändern kann, steigt oft auch der Bedarf an Speicherkapazität. Ein modulares Batteriesystem ermöglicht es Nutzern, zusätzliche Kapazität nachzurüsten, anstatt das gesamte System auszutauschen. Das EcoFlow OCEAN 2 startet beispielsweise mit einem 5-kWh-Batteriemodul und lässt sich durch das Hinzufügen weiterer Einheiten auf bis zu 60 kWh erweitern, wenn mehr Speicher benötigt wird.

Solarertrag, Speicherstand und Stromverbrauch im Blick behalten

Echtzeit-Monitoring ermöglicht es Ihnen, Ihren Stromverbrauch an die Wetterlage und den aktuellen Ladezustand anzupassen. Smarte Energiemanagement-Lösungen wie das EcoFlow PowerInsight 2 mit seinem 11-Zoll-Touchscreen-Display bündeln Daten zu Solarertrag, Batteriestatus und Haushaltsverbrauch auf einem zentralen Dashboard. Das hilft Ihnen dabei, Ihren Energieeinsatz noch effektiver zu überwachen und zu steuern.

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Für welches Produkt oder welches System interessieren Sie sich?
Hausenergiespeicher System (z. B. PowerOcean)
Balkonkraftwerk (BKW)
Tragbare Powerstation (z. B. DELTA- oder RIVER-Serie)
Ich bin mir nicht sicher. Ich informiere mich noch.

Fazit

Inselanlagen mit Speicher werden in Deutschland immer beliebter. Da echte Inselanlagen nicht mit dem öffentlichen Netz verbunden sind, ist in der Regel keine Anmeldung beim Netzbetreiber erforderlich. Die Anlagen ermöglichen es Ihnen, Energiekosten zu sparen und unabhängig vom Netzanbieter zu bleiben.

Entscheidend ist daher eine sorgfältige Planung von Strombedarf, PV-Leistung und Speicherkapazität. Nur wenn alle Komponenten aufeinander abgestimmt sind, kann eine PV-Inselanlage langfristig effizient arbeiten und die gewünschte Stromversorgung unterstützen.

FAQ

Was passiert, wenn die Akkus der Inselanlage voll geladen sind?

Der Laderegler drosselt die Ladeleistung automatisch oder stoppt den Ladevorgang vorübergehend, sobald die Batterie ihren maximalen Ladezustand erreicht hat. Das verhindert ein Überladen und schützt die Batterielebensdauer langfristig.

Kann man ein gesamtes Haus ausschließlich mit einer PV-Inselanlage betreiben?

Ja, ein Haushalt kann komplett autark über eine PV-Inselanlage versorgt werden, sofern PV-Leistung und Speicherkapazität präzise auf den ganzjährigen Energiebedarf ausgelegt sind. Bei längeren Phasen mit geringem Sonnenertrag benötigen manche Systeme jedoch zusätzliche Backup-Lösungen, um eine lückenlose Stromversorgung zu gewährleisten.

Wie wartet man ein Off-Grid-Batteriesystem für eine maximale Lebensdauer?

Um die Lebensdauer des Speichers zu maximieren, sollte das System innerhalb des vom Hersteller empfohlenen Temperaturbereichs betrieben und regelmäßige Tiefentladungen vermieden werden. Stabile Betriebsbedingungen und ein sachgemäßes Batteriemanagement tragen entscheidend zum langfristigen Erhalt der Leistungsfähigkeit bei.

Wie viele Batterien werden für eine Inselanlage benötigt?

Die Anzahl der benötigten Batterien hängt vom täglichen Stromverbrauch, der Kapazität der einzelnen Akkus und der gewünschten Anzahl an Überbrückungstagen ab. Eine genaue Berechnung sollte die tatsächlich nutzbare Batteriekapazität, den erwarteten Energiebedarf sowie jahreszeitliche Schwankungen der Solarstromerzeugung berücksichtigen.

Photovoltaikanlage